SAMT-TINTLINGE, COPRINUS SECT. SETULOSI (Lge.)  v.d.Bog.
 
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von Frieder Gröger (aus "Mykol.Mitteilungsblatt" 1992/2)

1a)  Sippen entweder mit zweisporigen Basidien oder mit Velum oder mit charakteristischen Sporen .......................................................................................................................................................................2

1b)  Viersporige Sippen ohne Velum und mit "normalen" Sporen ................................................................... 19

2a)  Sippen mit Velum .................................................................................................................................... 3

2b)  Sippen mit zweisporigen Basidien .......................................................................................................... 15

2c)  Sporen auffällig geformt ........................................................................................................................... 4

3a)  Sporen glatt. Mit Velum aus blasigen Zellen (Sphaerozysten) über der Huthaut (starke Lupe, besser: Stereolupe oder Mikroskop, Abb.2a). Pleurozystiden fehlend. ........................................................................ 6

3b)  Velum aus hyphigen Elementen .............................................................................................................. 10

4a)  Sporen kronenförmig-dreilappig (Abb.1a). Hut geschlossen breit ellipsoid, ziemlich kräftig braun. Brandstellen, häufig:
COPRINUS ANGULATUS Peck 
= Coprinus boudieri Que'l.
Kohlentintling

4b)  Sporen (nur in Vorder- und Rückenansicht - mehrere Sporen in unterschiedlicher Lage prüfen) sechseckig (Abb.1b). Lose Sphaerozysten über der Huthaut vorhanden (vergleiche auch Nr.5-9 in die-sem Schlüssel). Cheilozystiden blasig. Pleurozystiden vorhanden. Pilozystiden zylindrisch, +/- gleich-breit oder oben etwas erweitert. Dung, altes Stroh, verfaulendes Gras, Silage, zerstreut:
COPRINUS MARCULENTUS Britz.
= Coprinus hexagonosporus Joss. inv.
Eckigsporiger Samttintling

4c)  Sporen +/- ellipsoid, eiförmig oder mandelförmig. Nicht an Brandstellen. .................................................. 5

5a)  Sporen im Lichtmikroskop deutlich warzig. Sphaerozysten über der Huthaut vorhanden. Pilozystiden oben allmählich verjüngt. An Holz oder Wurzeln (auch an im Boden eingedrücktem Holz). Hut geschlossen über 15 mm hoch werdend. Basidien 4-sporig. Cheilozystiden flaschenförmig. Pleuro-zystiden fehlend. Sporen bauchig-mandelförmig (Abb.1c), zebriert-warzig. Selten:
COPRINUS SILVATICUS Peck
Zebrasporiger  Samttintling

5b)  Sporen im Lichtmikroskop deutlich warzig. Sphaerozysten über der Huthaut vorhan-den.Pilozystiden oben allmählich verjüngt. An Holz oder Wurzeln (auch an im Boden eingedrücktem Holz). Hut geschlossen höchstens 15 mm hoch werdend. Basidien 2-sporig. Cheilozystiden blasig. Pleurozystiden vorhanden. Sporen ellipsoid-mandelförmig (Abb.1d), fleckig-warzig. Sehr selten:
COPRINUS VERRUCISPERMUS Joss.& Enderle
Warzigsporiger Samttintling 

6a) Pilozystiden (und Caulozystiden) an der Spitze keulig-kopfig erweitert (Abb.2c). Cheilozystiden blasig. Sporen 9,5-14 µm lang, mit exzentrischem Porus. Hut geschlossen bis 6 mm hoch, ausgebreitet bis 10(-15) mm im Durchmesser, lebhaft gefärbt. Auf Pferdedung, selten:
COPRINUS CURTUS Kalchbr.
Rotkörniger Samttintling

6b)  Pilozystiden (und Caulozystiden) oben gleichdick oder allmählich verjüngt. ............................................... 7

7a)  Hut geschlossen bis 8 mm hoch, geöffnet bis 10 mm im Durchmesser, blaßbraun, schmutzigbraun, rasch zerfließend. Pilozystiden an jungen Fruchtkörpern völlig von der dicken Velumschicht aus Sphaerozysten verdeckt. Cheilozystiden blasig. Keimporus der Sporen exzentrisch. Auf Dung, häufig:
COPRINUS HEPTEMERUS M.Lange & A.H.Smith inval.

7b)  Fruchtkörper größer werdend oder jung lebhaft ziegelrot, orange gefärbt. Nicht auf Dung wachsend. ........................................................................ ............................................................................................. 8

8a)  Hut ockergelb, ockergrau (Farbvariante: rostbraun), bis 20 mm im Durchmesser, kaum zerfließend. Sporen unter 10 µm lang, fast eiförmig, mit abgestutztem apikalem Endeund zentralem Keimpo-rus (Abb.2b). Cheilozystiden fehlend (Schneide fertil!). Pilozystiden mit 6-15(-17) µm breitem Hals (Abb.3c). Hyphen ohne Schnallen. In riesigen Scharen auf vermoderten Laubholzstubben und um diese herum. Bei eingesenktem Holz, gemein:
COPRINUS DISSEMINATUS (Pers.: Fr.) S.F.GRay
Gesäter Samt-Tintling

8b)  Hut jung zinnober, rostrot, orange, orangebraun, etwas kleiner bleibend, zerfließend. Sporen nahezu ellipsoid, am apikalen Ende nicht so auffallend abgestutzt. Hals der Pilozystiden schlanker, x 8(-10) µm dick. Einzeln oder in kleinen Gruppen auf Erde, Humus, Sägespänen......................................................................... 9

9a)  Sporen groß, 13-14 µm lang, mit ?zentralem Keimporus. Cheilozystiden flaschenförmig (Abb.3d). Sehr seltene, nicht völlig geklärte Art:
COPRINUS DILECTUS Fr. ss.Josserand

9b)  Sporen kleiner, 7-9 oder 9-12 µm lang. Porus exzentrisch. Cheilozystiden blasig (Abb.3e). Sehr selten:
COPRINUS PYRRHANTHES Romagn.
Feuerfarbener Samttintling

10a)  Junge Hüte mit kleinen (sorgfältig beobachten!) Velumflöckchen aus verzweigten, hyphigen E-lementen (Abb.2d). .................................................................................................................................................... 11

10b)  Hüte ohne jedes Velum, völlig kahl und Basidien 2-sporig:
vergleiche Coprinus verrucispermus (Nr.5b)

11a)  Pilozystiden nach oben zu verjüngt (Abb.3a), bis 150-200(-250) µm lang. Basales Sporenende ein wenig in den Apikulus übergehend. Sporen unter 11 µm lang, fast doppelt so lang wie breit, Q = 1,7-1,9. Keimporus zentral. Fruchtkörper mit Schnallen. Manchmal leicht büschelig. Häufig:
COPRINUS HIASCENS (Fr.: Fr.) Que'l.

11b)  Pilozystiden oben +/- gleichdick oder leicht erweitert (Abb.3b). Apikulus scharf von der Sporen-basis abgesetzt. .................................................................................................................................................... 12

12a)  Sporen breit ellipsoid (Abb.2e), weniger als anderthalb mal so lang wie breit (Q < 1,5), kürzer als 8,5 µm, mit zentralem Porus. Cheilozystiden blasig. Fruchtkörper winzig, geschlossen bis 4 mm hoch, ausgebreitet bis 8 mm im Durchmesser. Sehr selten:
COPRINUS SPEC. (Ulje 926)

12b)  Sporen schlank ellipsoid (Abb.2f), mehr als anderthalb mal so lang wie breit (Q > 1,5), länger als 8,5 µm. Keimporus exzentrisch. Fruchtkörper größer werdend. ................................................................................. 13

13a)  Cheilozystiden überwiegend blasig, später breit zylindrisch (Abb.3e). Sporen 11-13,5 µm lang. Velumhyphen bis 5 µm breit:
COPRINUS VELATOPRUINATUS Bender

13b)  Cheilozystiden flaschenförmig (Abb.3d). Sporen meist unter 11 µm lang. .............................................. 14

14a)  Hut geschlossen bis 6 mm hoch, ausgebreitet bis 12 mm im Durchmesser. Sporen auffallend schlank, Q = 1,7-2,2 (Abb. 2g). Velumhyphen 6-16 µm dick:
COPRINUS SPEC. (Ulje 952)

14b)  Hut geschlossen bis 10 mm hoch, ausgebreitet bis 20 mm im Durchmesser. Sporen nicht so schlank, Q = 1,5-1,8. Velumhyphen wesentlich schlanker, auch die etwas erweiterten Enden kaum ü-ber 7 µm breit. Ziemlich häufig:
COPRINUS HETEROTHRIX Kühner
Beflockter Samttintling

15a)  Sporen gedrungen, kürzer als 1,5 mal so lang wie breit (Q =/< 1,5, ähnlich wie Abb.2e), 10-17 µm lang, mit zentralem Porus. Hut geschlossen bis 3 mm hoch, ausgebreitet bis 11 mm im Durchmes-ser. Cheilozystiden flaschenförmig. Grasige Stellen, in Holland ziemlich häufig, sonst noch nicht nachgewiesen:
COPRINUS SINGULARIS Ulje

15b)  Sporen immer schlanker, Q > 1,5. Keimporus +/- exzentrisch. Hüte größer werdend. ......................... 16

16a)  Cheilozystiden flaschenförmig (Abb.3d). Hut relativ klein, geschlossen bis 8(-12) mm hoch, aus-gebreitet bis 18 (-25) mm im Durchmesser. Schnallen vorhanden. Sporen 12,6-16 µm lang. PLeuro-zystiden fehlend. Bodenbewohnend, selten:
COPRINUS AMPHITHALLUS M.Lange & A.H.Smith

Falls Cheilozystiden gemischt, siehe COPRINUS DISSEMINATOIDES Kühner ad int. (ob verschieden?).

16b)  Cheilozystiden blasenförmig (Abb.3e). ................................................................................................ 17

17a)  Gefärbte, dickwandige Pilozystiden (Sklerozystiden) vorhanden, auch übrige Pilozystiden z.T. auffallend schlank, oben x 2-5 µm. Sporen sehr groß, 13-20 µm lang. Pleurozystiden vorhanden. Schnallen (Abb.3f) vorhanden (fehlend bei einsporigen Formen). Hut groß, geschlossen bis 20 mm hoch, ausgebreitet bis 35 mm im Durchmesser, relativ kräftig gefärbt, jung purpur- bis zimtbraun. Dungbewohnend, selten:
COPRINUS SASSII M.Lange & A.H.Smith

17b)  Ohne Sklerozystiden. Pilozystiden mit etwas kräftigerem Hals, x 4-8-10 µm. Sporen nur 10-13,8 µm lang. Schnallen fehlend (Abb.3g). Hut etwas kleiner, geschlossen bis 16 mm hoch, ausgebreitet bis 25 mm im Durchmesser, blasser als voriger. .................................................................................................................. 18

18a)  Pleurozystiden fehlend. Auf Dung und faulendem Stroh, häufig:
COPRINUS BISPORUS J.E.Lange
Zweisporiger Samttintling

18b)  Pleurozystiden vorhanden, aber nur in Schneidennähe. Mit dickwandigen Pilozystiden? In Wäl-dern zwischen Blättern und Ästchen. Ob verschieden von Nr.18a?:
COPRINUS BISPORIGER Buller ex P.D.Orton

19a)  Sporen immer mit zentralem Porus (Abb.2b, 2e). ................................................................................. 20

19b)  Sporen wenigstens zum Teil mit exzentrischem Keimporus (Abb.1b, 2f). .............................................. 23

20a)  Sporen breit ellipsoid (Q = 1,2-1,6) und unter 8,5 µm lang. Schnallen vorhanden (dann möglicherweise hyphiges Velum übersehen):
vergleiche Coprinus spec. (Ulje 926) (siehe Nr.12a)

20b)  Sporen etwas schlanker und/oder größer werdend. ............................................................................. 21

21a)  Sporen deutlich eiförmig, mit abgestutztem apikalem Ende (Abb.2b). Pilozystiden 50-200 µm lang, mit zylindrischem Hals. Nicht auf Dung wachsend. (Möglicherweise Sphaerozysten übersehen):
vergleiche Coprinus disseminatus (Nr.8a)

21b)  Sporen nahezu ellipsoid. Pilozystiden maximal 70 µm lang, mit verjüngtem Hals. Schnallen feh-lend. Immer auf Dung. .................................................................................................................................................... 22

Falls nicht auf Dung und jung lebhaft zinnober gefärbt, vergleiche Coprinus dilectus (Nr.9a). Falls nicht auf Dung und mit Schnallen, vergleiche Coprinus impatiens (Nr.35b).

22a)  Sporen 8-11,5 µm lang, schwach eiförmig, weniger als zweimal so lang wie breit (Q = 1,5-1,9). Cheilozystiden ellipsoid, 40-60 x 20-30 µm. Pleurozystiden vorhanden. Fruchtkörper bis 10 mm hoch, ausgebreitet bis 18 mm im Durchmesser:
COPRINUS STELLATUS Buller
= Coprinus brevisetulosus Arnolds

22b)  Sporen 6,5-9,5 µm lang, fast zylindrisch, zum Teil fast zweimal so lang wie breit (Q = 1,8-2,2). Cheilozystiden fast kugelig, 20-30 x 15-25 µm. Pleurozystiden fehlend. Hut ausgebreitet 5-7 mm:
COPRINUS PELLUCIDUS P.Karst.

23a)  Cheilozystiden ausschließlich blasig (Abb.3c, Schneide unter der Lupe nicht gewimpert). ...................... 24

23b)  Arten mit (wenigstens z.T.) flaschenförmigen Cheilozystiden. ................................................................ 31

Falls nur einige flaschenförmige Cheilozystiden zwischen den blasigen, siehe auch Coprinus subdisseminatus (Nr.32a) und Coprinus callinus (Nr.28a).

24a)  Pleurozystiden vorhanden (jüngere Fruchtkörper bei Reifebeginn untersuchen). Auf Dung wach-send (Pilozystiden oben immer verjüngt; Sklerozystiden fehlend). .......................................................................... 25

24b)  Pleurozystiden fehlend. ....................................................................................................................... 26

25a)  Schnallen vorhanden (schlanke Stielrindenhyphen prüfen; Abb.3f). Sporen schlank, Q = 1,9, bis 16 µm lang. Hut zimtbraun. Selten:
COPRINUS EPHEMERUS (Bull.: Fr.) Fr.

25b)  Schnallen fehlend (Abb.3g). Sporen etwas gedrungener (Q = 1,75-1,85), nur bis 14 µm lang. Hut ockerbraun. Häufig:
COPRINUS CONGREGATUS Bull.: Fr.  -  Büscheliger Samttintling

26a)  Hut winzig, geschlossen bis 5(-7) mm hoch, ausgebreitet bis 7(-10) mm im Durchmesser. Höchs-tens 13 durchgehende Lamellen vorhanden. Sklerozystiden vorhanden, meist zahlreich (Abb.3b). Spo-ren 8-11 µm lang. Dung, häufig:
COPRINUS HETEROSETULOSUS Locq.ex Watl.
Verschiedenhaariger Samttintling

Falls Pilozystiden oben keulig-kopfig und Sklerozystiden fehlend, siehe auch Coprinus curtus (Nr.6a). Wenn Sporen 13-16 µm lang und Sklerozystiden fehlend, siehe Coprinus hepteme-rus (Nr.7a).

26b)  Hut geschlossen bis über 10 mm hoch, geöffnet bis 15 (-35) mm im Durchmesser. Mehr als 15 durchgehende Lamellen vorhanden. Wenn Sklerozystiden vorhanden, dann Sporen größer werdend. Nicht auf Dung wachsend. .......................................................................................................................................... 27

27a)  Sklerozystiden (Abb.3b) vorhanden, wenn auch in der Zahl schwankend (sorgfältig suchen!)................ 28

27b)  Sklerozystiden fehlend ........................................................................................................................ 29

28a)  Pilozystiden nach oben zu deulich schlanker werdend, bis zu 150(-200) µm lang. Sporen 9,3-13 µm lang, relativ schlank, Q = 1,65-1,9. Mit 18-36 durchgehenden Lamellen. Hutmitte zimtbraun bis ockerbraun. Häufig:
COPRINUS CALLINUS M.Lange & A.H.Smith
Wegrand-Samttintling

28b)  Pilozystiden nach oben zu nur schwach verjüngt oder zylindrisch, maximal 120 µm lang. Sporen ein wenig größer (10,6-14,2 µm) und etwas gedrungener (Q = 1,55-1,7) als bei der vorigen Art. Hut ockerbraun, gelbbraun. Ziemlich selten:
COPRINUS SCLEROCYSTIDIOSUS M.Lange & A.H.Smith

28c)  Pilozystiden nach oben zu zylindrisch bis leicht keulenförmig. Sporen etwas gedrungener als bei C.callinus, ähnlich wie bei vorigem (Q = 1,6). Hut in der Mitte intensiv gefärbt, +/- weinbraun:
vergleiche Coprinus plagioporus (Nr.30a)
vergleiche Coprinus subpurpureus (Nr.30b)

29a)  Pilozystiden oben deutlich verjüngt, bis 90 µm lang. Caulozystiden kürzer als bei C.callinus (Nr.28a), 40-80 µm lang. Hut kleiner als bei C.callinus, geschlossen bis zu 10 mm hoch, ausgebreitet bis zu 22 mm im Durchmesser. Mit 16-21 durchgehenden Lamellen: 
COPRINUS SPEC. (Ulje 1009)

29b)  Pilozystiden oben +/- zylindrisch oder sogar keulig erweitert. ............................................................... 30

30a)  Pilozystiden relativ groß, 60-150 µm lang und oben meist deutlich keulig erweitert. Sporen rela-tiv groß, 10,5-13,8 µm lang. Stiel jung graulich bis weiß. Recht ähnlich, aber nicht kreuzbar mit Coprinus subpurpureus (30b). Häufig:
COPRINUS PLAGIOPORUS Romagnesi

30b)  Pilozystiden kleiner, 45-100 µm lang, oben nur zylindrisch bis leicht keulig. Sporen kleiner, 9-11,5 µm lang. Stiel jung lilaumbra. In Europa nur selten beobachtet:
COPRINUS SUBPURPUREUS A.H.Smith

COPRINUS FALLAX M.Lange & A.H.Smith  ist sehr ähnlich. Nur vom Typus aus den USA bekannt. Ungenügend geklärt.

31a)  Pilozystiden oben wenigstens teilweise etwas erweitert (keulig), die übrigen +/- zylindrisch. Im-mer ohne Sklerozystiden. Hut ausgebreitet kaum über 20 mm im Durchmesser. ............................................................ 32

31b)  Pilozystiden nach oben zu meist leicht verjüngt (seltener zylindrisch, aber nie keulig). Sklero-zystiden manchmal vorhanden. Abgesehen von Nr.33a, einer Art, die bisher nicht gültig beschrieben wurde, wesentlich größer werdend. ......................................................................................................................................... 33

32a)  Cheilozystiden überwiegend blasig, nur vereinzelt flaschenförmig. Sporen bis 13,3 µm lang. Mit 16-24 durchgehenden Lamellen. Ohne fädiges Velum. Selten:
COPRINUS SUBDISSEMINATUS M.Lange

32b)  Cheilozystiden ausschließlich flaschenförmig. Sporen höchstens 11,5(-12) µm lang. Weniger als 18 durchgehende Lamellen vorhanden. Hyphiges Velum übersehen:
vergleiche Coprinus spec. (Ulje 952) (Nr.14a)

33a)  Hut winzig, geschlossen bis 4 mm hoch, ausgebreitet bis ? (unbekannt). Sporen auffallend groß, 12,5-16 x 8-9,5 µm. Pilozystiden relativ kurz, 30-70 µm lang:
COPRINUS SPEC. (den Held-Jager 1276)

33b)  Hut wesentlich größer werdend. Sporen deutlich kürzer oder schlanker. Pilozystiden etwas länger werdend. ........................................................................ .......................................................................................... 34

34a)  Cheilozystiden rein flaschenförmig (Abb.3d). Sporen relativ klein, 8,3-11,3 µm lang. Pilozysti-den oben deutlich verjüngt. Sklerozystiden fehlend oder spärlich. .................................................................................. 35

34b)  Cheilozystiden gemischt: flaschenförmig und blasig (Abb.3a und 3d). Sporen größer werdend, 9,3-14,1 µm lang und 6,2-8,2 µm breit. Pilozystiden zum Teil zylindrisch (bis verjüngt), bis 100(-125) µm lang. Sklerozystiden spärlich. Ziemlich häufig:
COPRINUS SUBIMPATIENS M.Lange & A.H.Smith

Sehr ähnlich ist Coprinus callinus (Nr.28a). Sporen bei jenem aber schlanker, x 5,7-7,4 µm. Pilozystiden deutlicher verjüngt und bis zu 150(-200) µm lang. Sklerozystiden fast immer vorhanden, meist sogar reichlich.

35a)  Sporen deutlich eiförmig, Q = 1,1-1,4. Sklerozystiden fehlend:
COPRINUS EURYSPORUS M.Lange & A.H.Smith

35b)  Sporen länglicher, deutlich ellipsoid (manchmal mit schwach eiförmiger Tendenz), Q = 1,45-1,75. Sklerozystiden manchmal vorhanden. Wälder und Wiesen, häufig:
COPRINUS IMPATIENS (Fr.) Que'l.
Graublättriger Samttintling